Tag für Tag drehen sie vor sich hin. Weiße Riesen auf grünen und gelben Feldern. Die Diskussion um die Windkraftanlagen in unserer Region brodelt. Eine Klasse der KGS meldet sich zu Wort.
„Das ist etwas, was uns jeden Tag vor der Nase steht.“, merkt Lehrerin Frau Heusner an, als sie uns erklärt, wie es dazu kam, dass Schüler einer siebten Klasse ihre Meinung in Form von Gedichten kundtaten. Zuerst haben sie sich mit dem Dinggedicht beschäftigt, die Sprache untersucht und sich mit einigen Rhetorischen Mitteln auseinandergesetzt. Dann griffen sie selbst zu Stift und Papier und ließen ihren Gedanken fantasievoll freien Lauf. Auf die Idee, über ein Thema zu schreiben, das auch am heimischen Küchentisch diskutiert wird, reagierten die Schüler begeistert, wie die Deutschlehrerin weiter berichtet. Verschiedene Meinungen wurden erkennbar, als die jungen Dichter ihre Werke in der Klasse präsentierten. Die einen sehen die schöne Landschaft von Kolossen der Technik durchbrochen, die anderen schreiben dem Lichterkonzert am schwarzen Nachthimmel ein Gefühl des Nachhausekommens zu. Besonders gefreut hat sie, dass auch Schüler, denen das Schreiben sonst nicht liegt, Hervorragendes geleistet haben, betont Frau Heusner.
Die fünf am besten gelungenen Gedichte haben die Siebtklässler in Zusammenarbeit mit dem
Förderverein der KGS und der Organisation „Freier Horizont“ dem Energieminister Christian Pegel
zugesandt. Nicht, dass Energie aus Wind gewonnen wird, sondern den unkontrollierten Bau von Windparks
wollen sie kritisieren. Aus Schwerin kam bisher keine Antwort. Bleibt nur zu hoffen, dass auch die Meinung
von jungen Menschen in unserem Land ernstgenommen wird.
Das Redaktionsteam der TTT bedankt sich bei den jungen Künstlern, dass wir ihre Werke hier veröffentlichen dürfen.