Jeder von uns kennt sie und die meisten Menschen haben selbst Welche: Die Rede ist von Vorurteilen. Aber was ist das eigentlich genau und was machen Vorurteile mit uns, besonders wenn es um bestimmte Personengruppen geht?
Natürlich kann man das Ganze an einem simplen Beispiel darstellen, denn bereits wenn wir eine bestimmte Person zum ersten Mal sehen bewerten wir ihr Aussehen und ordnen sie einer bestimmten Gruppe zu. Anhand dieser einfachen Informationen meinen wir sogar Charaktereigenschaften der Person ablesen zu können. Der größte Faktor, der zum Aussehen gehört ist natürlich die Hautfarbe. Sie wird auch meist zuerst bewertet. Das Erschreckende: Schon im Kindesalter entwickeln sich Vorurteile. Dreijährige Kinder ordneten heller Haut sofort Eigenschaften wie Schlauheit, Schönheit und Freundlichkeit zu. Dunkle Hautfarbe bedeutete für sie das genaue Gegenteil, und zwar nicht aus böser Absicht oder durch die Erziehung der Eltern, sondern weil sie gelernt hatten, wie die Menschen in ihrem Umfeld auf die dunkle Hautfarbe reagieren. [1]
Doch seine Vorurteile sollte man lieber ablegen, denn wenn man zu viele von ihnen hat und auch noch ernst nimmt, bekommt man einen falschen Eindruck einer bestimmten Personengruppe, denn das Individuum zählt, nicht die Gruppe. Das große Problem dabei: man bestätigt sich in seinem Denken oft fälschlicherweise selbst. Nehmen wir das simple und bekannte Vorurteil der dummen Blondine, wobei an dieser Stelle ganz klar zu erwähnen ist, dass Blondinen nicht automatisch dumm sind, da wie bereits gesagt nur das Individuum wichtig ist. Sobald man nun also von einer Blondine etwas Dummes hört, was auch immer darunter zu verstehen ist, nimmt man es auf und fühlt sich bestätigt. Sagt sie jedoch etwas Schlaues, wird das bewusst ausgeblendet.[2] Doch das Denken in Vorurteilen ist falsch, da die jeweiligen Aussagen von einer Person selbst gemacht werden, die ihren eigenen Charakter und ihre eigenen Ansichten hat, nicht von ihrer ‘Obergruppe‘, um sie einmal so zu nennen.
Stereotypen, also die Personengruppen, die durch Vorurteile entstehen, wie z.B. Blondinen, sind eine einfache Möglichkeit, um vermeintlich wahre Aussagen über jeden Einzelnen einer Gruppe machen zu können. Doch in den meisten Fällen treffen sie nicht zu, denn nur jeder Einzelne ist wichtig.
Artikel vom 04.April 2016