Der Schultag begann wie immer: Raus aus den Bussen, ab in den Klassenraum und lernen. Doch bereits nach einer Stunde verließen die 9. und 10. Gymnasialklassen die KGS wieder in Richtung Bahnhof, denn das Theaterstück „Tschick “ lockte die Klassen ins Schauspielhaus nach Neubrandenburg.
Dort angekommen, wurden zuerst Jacken und Rucksäcke in einer Garderobe abgestellt. Durch eine kleine Bar betraten wir den Theaterraum und platzierten uns auf den Bänken. Nach kurzer Wartezeit ging die Raumbeleuchtung aus und das Bühnenlicht an. Ein junger Maik spricht zum Publikum und erzählt seine Geschichte:
Als die Sommerferien beginnen muss Maiks alkoholsüchtige Mutter in die Entzugsklinik, sein Vater verreist mit seiner Sekretärin. Maik ist allein zu Hause. Sein neuer Schulkamerad Tschick, ein vor ein paar Jahren aus Russland gekommener Klassenkamerad, fährt mit einem geklauten Lada vor und lädt Maik auf einen Trip in die Wallachei ein, wo er seinen ominösen Großvater besuchen will. Sie fahren los und verbringen die Nacht unter freiem Himmel. Relativ schnell ist der Tank leer und da sie an einer Tankstelle auffallen würden, holen sie sich einen Schlauch von einer Müllhalde, um Benzin aus dem Tank eines anderen Autos zu saugen. Dort treffen sie auf Isa, die auf der Halde zu leben scheint und ihnen hilft. Maik und Isa nehmen mit Tschicks Hilfe ein unfreiwilliges Bad in einem Bergsee. Sie kommen sich näher und küssen sich letztlich auch. Maik verliebt sich in sie. Auf der Weiterreise essen sie bei einer ihnen unbekannten Familie zu Mittag und lernen in einem verlassenen Ort Horst Fricke kennen, der sie zuerst beschießt und sie dann in sein Haus einlädt, um ihnen von Liebe und Kriegserlebnissen zu erzählen. Tschick lenkt das Auto in einen Graben und bricht sich ein Bein. Eine sympathische Sprachtherapeutin bringt sie ins Krankenhaus und Tschick bekommt einen Gips. Maik muss das Steuer übernehmen und da er nicht fahren kann, baut er einen katastrophalen Verkehrsunfall mit einem Laster. Beide werden vor Gericht gestellt, entlasten sich gegenseitig und bekommen eine Strafe. Die Ferien enden damit, dass Maik die Krankheit seiner Mutter versteht. Für ihn ist es der beste Sommer aller Zeiten. [1]
Direkt nach der Inszenierung wurde den Schauspielern mit viel Beifall für diese großartige Aufführung gedankt und natürlich auch Respekt gezollt. Die Aufführung hat das Publikum begeistert, jeder hatte seinen eigenen Lieblingscharakter und durch die moderne Thematik und die Darstellung war es alles andere als langweilig. Zusammenfassend kann man sagen, dass kulturelle Events, wie eine Theateraufführung nicht immer zwingend langweilig sein müssen, sondern dass man auch lachen und viel Spaß haben kann.
Artikel vom 14.Januar 2015