Am Donnerstag, dem 04.03. war es soweit. Die Mitglieder der The Treptow Times durften eine große und bekannte Zeitung besuchen. Im Vorfeld fiel unsere Wahl auf die taz und wir kontaktierten die Redaktion, um den Alltag in einer Tageszeitung miterleben zu können. Mit großer Vorfreude und reichlich Fragen machten wir uns dann auf den Weg nach Berlin.
In einem Konferenzraum standen uns dann Verena Schneider und Malte Kreuzfeld, zwei Reporter der Online-Redaktion, Frage und Antwort. Schon zum Anfang sagten die Redakteure, dass sich in der taz alle duzen. Dies war schon komisch, da man sonst immer alle Erwachsenen siezt, aber hier durften wir es einmal bei einem „du“ belassen. Mitunter erklärten sie uns auch, dass die Onlineausgabe der taz natürlich viel schneller sein muss als die Printausgabe, aber sie die Artikel von den Journalisten erst anfordern müssen. So kann es manchmal dazu kommen, dass ein Artikel nach zwei Stunden fertig wird, weil der Journalist erst dann wieder Zeit zum Schreiben hat. Deswegen muss oft der Nachrichtenticker herhalten. Oder es würde manchmal ganz schön zum Verzug kommen, da sie natürlich den Artikel noch umschreiben müssen. Jedoch erläuterten sie auch, dass die taz eher eine analysierende Stellung einnimmt und die Leser eine kompakte Auswertung zum Thema erwarten. Auf der Internetseite kann man auch ständig aktuell sein und die wichtigsten Artikel immer nach oben setzen und muss nicht, wie bei einer gedruckten Zeitung, auf den nächsten Tag warten, um eine neue Schlagzeile zu platzieren.
Nach der langen und interessanten Unterhaltung mit den Journalisten kam Anna Böcker zu uns, eine Social-Media-Beauftragte in der taz. Unter anderem sprach sie über die Situation in den verschiedenen Foren im Internet. Sie erklärte, dass die Hasskommentare in letzter Zeit deutlich mehr wurden und sie pro Tag circa 20 Leute auf beispielsweise Facebook sperren. Diese erhöhte Anzahl verbindet sie mit den Themen Flüchtlingskrise, AfD etc. Zwischendurch setzte sich sogar der Chefredakteur der Online-Redaktion Daniel Kretschmar dazu und auch ihm konnten wir Fragen stellen.
Auch gaben beide hilfreiche Tipps für die The Treptow Times im Umgang mit den Social-Media-Seiten. Nach dem Gespräch führte Anna uns in die kleine Online-Redaktion. Alle dachten wohl, dass diese um einiges größer wäre. Danach war der Besuch in der taz auch schon beendet und wir verabschiedeten uns. Aber es war noch längst nicht das Ende unseres Besuchs in Berlin. Wir besuchten danach das Museum für Kommunikation. Dort erwarteten uns unter anderem Roboter, die im Lichthof umherfuhren. Ein Roboter, der dauernd nach Leuten rief, die mit ihm Ball spielen sollten, erweckte wohl das größte Aufsehen. Es wurde natürlich auch die Kommunikation näher gebracht und dies nicht nur durch langweilige Tafeln mit viel Beschriftung, sondern durch interaktive Stationen. Zu bewundern war auch eine sogenannte Rohrpost, die mit Hilfe von Druckluft kleine Behälter durch Rohrleitungen transportierte. Im Museum war es durch durchsichtige Röhren zu bestaunen und man probierte es auch gleich aus und schickte sich Nachrichten. Der Besuch im Museum war ein toller zusätzlicher Halt in Berlin. Dann war es auch schon wieder Zeit Berlin „Auf Wiedersehen“ zu sagen und den Heimweg anzutreten.
Wir bedanken uns für diesen spannenden Tag, an dem wir viel für die weitere Arbeit an der The Treptow Times lernen konnten.
Artikel vom 10.April 2016